Waldkonzept

Der Verein gestaltet den ehemaligen Kiefernforst nach dem Vorbild von Dr. August Bier und des Sauener Forstes ökologisch um, mit der Prämisse, eine möglichst große Artenvielfalt auf dieser relativ kleinen Fläche zu erreichen.

Maßnahmen (teilweise bereits Verwirklicht):

  • Anlegen von Hecken als Windschutz gegen Austrocknung der dahinter liegenden Flächen, als Brutplätze für Insekten, Igel und Vögel sowie als Nährstoffquelle für die Randbepflanzung.
  • Pflanzungen folgender krautiger Pflanzen:

Akelei, Malve, Fingerhut, Rittersporn, Mohn, Konrade, Kornblume, Ringelblumen, Magarite, Wegwarte, versch. Distelarten, Brennessel, Adonisröschen, Mädchenauge, Nachtviolen, Jakobsleiter, Wiesensalbei, Wiesenkerbel, Kalbskropf, verschiedene Kleesorten, Johanniskraut, Vergissmeinicht, Löwenzahn, Veilchen, Waldmeister, Immergrün, Baldrian, Beinwell, Schafgarbe, Beifuss, Königskerze, Nachtkerze, Melde, wilder Wein, Hopfen, Sonnenblumen u.v.m.

  • Flächenkompostierung
  • Auslichten der Kiefernbestände
  • Pflanzung einheimischer Gehölze, vom Rand zur Waldmitte:

Himbeere, Brombeere, Schlehe, Sanddorn, Kornelkirsche, Ginster, Gagelstrauch, Seidelbastarten, Hundsrose, Weißdorn, Rotdorn, Wachholder, Mehlbeere, Holunder, Vogelbeere, frühblühende Traubenkirsche, Zwergbirke, Buchsbaum, Elsbeere, Speierling, Mirabelle, Feldahorn, Pflaume, Kirsche, Birne, Apfel, Birke, Ahorn, Esskastanie, Rosskastanie, Winterlinde, Kiefer, Schwarzpappel, Flaumeiche, Ulme, Fichte, Walnussarten, Douglasie, Eiche, Buche und Eibe

  • Bau und Anbringung von Nistmöglichkeiten für verschiedene Vogelarten
  • Bau einer Pflanzenkläranlage mit anschließendem Schönungsteich sowie Regenwasserrückhaltebecken, u.a. zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit und als Wasserquelle für Fauna, zur Vergrößerung der Artenvielfalt mit Sumpf-und Wasserpflanzen.
  • Aufstellung und Pflege von Bienenvölkern
  • Bau von Trockenmauern für Insekten
  • Schutz größerer toter Bäume als Nistmöglichkeiten für Vögel und Fledermäuse sowie als „Insektenhotels“
  • Der Verbleib von mind. 10 Prozent Totholz nach Einschlag
  • Das Anlegen intensiv genutzter Waldränder und Lichtungen zur Selbstversorgung
  • Herstellung von Terra Preta

Auch hier freuen wir uns über Unterstützung, fachlich, tatkräftig und finanziell.

Da sich der Kesselberg auf einem 40 Meter hohen Sandberg befindet, ist der Wald Extrembedingungen wie einer hohen Verdunstung durch stärkere Winde, einer hohen Wasserdurchlässigkeit des Bodens mit einem kf-Wert von 4*10-4m/s, einer sehr dünnen Humusschicht und einen Feinanteil im Boden von 1,09% (Korngröße <0,6mm ) ausgesetzt.

Der windexponierte Standort und die Bodenbeschaffenheit sind nicht veränderbar, daher wurden Maßnahmen nötig, den Wind zu bremsen (Anlage von Hecken, Pflanzung einer natürlichen Höhenschichtung am Waldrand), den Boden durch eine Stärkung der Humusauflage zu verbessern (Stickstoffanreicherer wie Robinie und andere Leguminosen sowie mehr Eintrag von Biomasse als Austrag) und Maßnahmen zur Wasserretention zu ergreifen (Teich).